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Auch junge Pfälzer venifizieren allerbeste Weine

Wieder zwei Dürkheimer unter den Top 10

Die Winzergenossenschaft Vier Jahreszeiten und das Weingut Darting haben in der DLG-Bundesweinprämierung 2016 ihre Spitzenplätze unter den deutschen Weinerzeugern gehalten. Bad Dürkheim ist damit zum wiederholten Male die einzige Weinbaugemeinde Deutschlands mit zwei Vinifikationen unter den Top 10.

Die Deutsche Landwirtschafts-Geselllschaft erstellt Jahr für Jahr ihre Rangliste "DLG-TOP 100 der besten Weinerzeuger". Ausschlaggebend für die Platzierung in der Bestenliste sind das Abschneiden der Weingüter und Winzergenossenschaften in der aktuellen Bundesweinprämierung sowie die Leistungen bei den DLG-Qualitätsprüfungen der vergangenen Jahre. Die DLG-Rangliste gilt unter den vielen Weinprämierungen als das verlässliche Vinifikationsprädikat und belohnt die erfolgreichen Qualitätsanstrengungen über viele Jahre hinweg.

Die Pfalz und Bad Dürkheim ganz vorne

Von 3.518 vergebenen DLG-Medaillen gingen 1.1.54 in die Pfalz - ein glanzvolles Gesamtbild der zweitgrößten Weinregion Deutschlands.

Gleich drei Pfälzer Weinerzeuger finden sich unter den Top 10 der DLG. Wie im Vorjahr führt die illustre Liste auf Platz 1 das südpfälzer Weingut August Ziegler, Maikammer, an, gefolgt von der Winzergenossenschaft Vier Jahreszeiten auf Platz 2 und dem Weingut Darting (Platz 6) in der Dürkheimer Trift. Der Dürkheimer Winzerverbund heimste für seine Erzeugnissen allein 121 DLG-Preise ein und  darf damit zugleich den Titel als als beste Winzergenossenschaft Deutschlands für sich in Anspruch nehmen.

Gepflegte Qualität des Pfalz-Weins immer noch ausbaufähig

Das Anbaugebiet Pfalz hat seinen Qualitätsvorsprung weiter ausgebaut und ist mit 27 Nominierungen unter den DLG-Top 100 vor Baden (23) erneut das auffälligste unter bundesdeutschen Provenienzen. Dass Pfälzer Winzer die bekannt hohe Qualität ihrer Weine gut pflegen und gar noch ausbauen können, beweisen die gegenüber dem Vorjahr meist gehaltenen oder oftmals auch deutlich verbesserten Platzierungen.

So rangiert der in den Dürkheimer Almen ansässige Bärenhof Helmut Bähr und Sohn auf Platz 24 (Vorjahr 25). Die Winzergenossenschaft Herrenberg-Honigsäckel im Ortsteil Ungstein hat einen großen Sprung vom 40. auf den 33. Rang gemacht.

Auch im nahen Umkreis der Kurstadt schlägt erfolgreicher Qualitätsan- und ausbau zu Buche:  Das Weingut Pfleger-Karr in Weisenheim am Berg belegt den 37. Rang. Im Ranking verbessern konnten sich Wachtenburg Winzer in Wachenheim (von Rang 42 auf 39), der Forster Winzerverein (von 45 auf 43), die Winzergenossenschaft Herxheim am Berg (von 55 auf 50) und die Winzergenossenschaft Kallstadt (von 68 auf 62).

Pfälzer prickeln auch mit Sekt

Gleich dreimal haben sich Pfälzer unter den Top 10 der Sekterzeuger eingetragen: Das Wein- und Sektgut Wilhelmshof in Siebeldingen (wieder 2. Platz), das Weingut Alfons Ziegler in St. Martin (5. Platz) und das Weinkontor Edenkoben (Rang 6).

Da wächst was nach: Peter Graf deutscher Vize-Jungwinzer

Zu den Pfälzern, die bei der Preisverleihung besonders im Blickpunkt standen, zählt der 30jährige Winzer Peter Graf vom gleichnamigen Weingut in Weyer. Er begeistert mit terroirspezifischen Rieslingen, aber auch mit seinem 2016er Muskateller der Lage Rhodter Klosterpfad begeistert. Aus dem Wettbewerb "Jungwinzer des Jahres 2017/18" ging er als Vize hervor.

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