Das 14. Festival des deutschen Films

Wichtige Geschichten von Menschen

Mit neuen Angeboten und geschärftem Profil lockt das 14. Festival des deutschen Films vom 22. August bis 9. September auf die Ludwigshafener Parkinsel. Die Atmosphäre am Rhein-Ufer unter den Platanen bringt viele zum Schwärmen, auch Iris Berben, die am 25. August den Schauspielpreis erhält.

Iris Berben, hier in der Hauptrolle im neuen Film "Hanne" von Dominik Graf, erhält den Schauspielpreis 2018. Foto: Festival des deutschen Fims
Iris Berben, hier in der Hauptrolle im neuen Film "Hanne" von Dominik Graf, erhält den Schauspielpreis 2018. Foto: Festival des deutschen Fims

Das Festival des deutschen Films wartet mit in der Branche begehrten Preisen auf, insbeson-dere dem mit 20.000 € dotierten Filmkunstpreis und dem Publikumspreis "Rheingold" - mit ebenfalls 20.000 € deutlich aufgewertet. Neben dem Schauspielpreis für Iris Berben (zuletzt in "Hanne") wird in diesem Jahr erstmals auch ein Regiepreis vergeben. Ihn erhält am 7. September Hans Weingartner ("Die fetten Jahre sind vorbei", "Das weiße Rauschen" und - neu - der Liebesfilm "303").

Darüber hinaus gibt es den zum zweiten Mal ausgeschriebenen Medienkulturpreis, den Ludwigshafener Drehbuchpreis, und - für Kinderfilme - den "Goldenen Nils".

"Das schönste Festival Deutschlands"

Direkt am Rhein-Ufer unter den ehrwürdigen Platanen der Parkinsel: das Deutsche Filmfestival. Fotos: DFF
Direkt am Rhein-Ufer unter den ehrwürdigen Platanen der Parkinsel: das Deutsche Filmfestival. Fotos: DFF

Vor allem aber ist es die Atmosphäre des Filmfests, von der alle schwärmen, die hier schon zu Gast waren - von Hannelore Elsner und Senta Berger über Volker Schlöndorff bis Klaus Maria Brandauer und Bruno Ganz. Es sei, so urteilte die Schauspieler-ikone Mario Adorf, das sympathischste Filmfesti-val, welches er bisher ken-nengelernt habe. Die F.A.Z. rühmte: "Das schönste Festival in Deutschland", bei dem auch Leib und Seele in Genüssen schwel-gen dürfen. 

Der Ort an sich ist schon ein Fest. Auf einer Insel im Rhein, der Parkinsel mit ihren hohen uralt-ehrwürdigen Platanen. Vogelgezwitscher aus dem überreichen, sanft im Wind wiegenden Geäst. Mitten in der Industriestadt Ludwigshafen, mitten in ihrer grünen Seele. Auf dem Strom die Kähne, die stumm stampfend ihre schwere Lasten vorbeiziehen, am Ufer das Geplauder der Menschen, das mit den Wellen spielt. Liegestühle am Rheinstrand und kühle Getränke. Und im grellen Projektorenlicht tanzen schwirrende Insekten. Ein magischer Ort, ein Ort der Verzauberung.

 

Mensch und Menschlichkeit im Mittelpunkt

Bei aller sommerabendlicher Idylle  - der erklärte Anspruch des Festivals droht nicht unterzugehen. Geschichten, die "den Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht auf Kosten anderer gehen", Geschichten, "die im Moment wichtig sind", möchte Festivalmacher Michael Kötz zeigen. Er reagiert damit auf aktuelle politische Entwicklungen - auch nach dem leidigen Berliner Sommertheater um die Flüchtlingsthematik. Denn die Welt wird nicht durch allmachtswütende und hegemoniale Ansprüche genesen, und allein die Nabelschau bringt auch nicht weiter. Das Ludwigshafener Festival möchte daher - trotz aller Fokussierung auf den ambitionierten deutschen Film - den Blick weiten und öffnet mit seinem neuen "Salon" das Genre des anspruchsvollen internationalen Films. Zu diesen zwölf ausländischen Produktionen zählt etwa auch "Styx", in deren Mittelpunkt eine in der Seenotrettung von Flüchtlingen engagierte Ärztin steht. 

Neu: Das dritte Kinozelt und Filmsparten fü den besseren Überblick

Das erweiterte Programm mit insgesamt 78 Filmen, fordert mehr Platz und eine teilweise neue Struktur. So wird auf der Parkinsel erstmals ein drittes, 1.200 Zuschauer fassendes Kinozelt aufgestellt. Erstmals werden die 48 Filme, die sich um den Publikumspreis bewerben, für den besseren Überblick in Sparten präsentiert. 20 Filme laufen unter dem Themendach "Stilbewusst und intensiv", elf unter "Klassisch erzählt". Eher dokuemntarisch-essayistisch kommen die sechs Filme der Reihe "Entdeckungsreisen" daher, und "Kriminell gut" sind elf Filme kategorisiert. 

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