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Der Pfälzer Mandelpfad soll erweitert werden

Mehr Rosa in Dürkheims Weinbergen

Die rosaroten Wochen haben ihren optischen Höhepunkt erreicht, Gimmeldingen hat sein Ausnahme-Wochenende erlebt. Da gibt es Pläne, den beliebten Pfälzer Mandelpfad, der in Bad Dürkheim beginnt, Richtung Freinsheim zu verlängern. Im Herbst werden 30 bis 40 neue Mandelbäume gepflanzt.

Mandelblüte Bad Dürkheim
Mandelbäume beiten im frühesten Frühjahr das Naturschauspoiel ihrer üppigen Blütenpracht. Foto: Klaus Kochendörfer

Der Pfälzer Mandelpfad erstreckt sich über 77 Ki-lometer von Bad Dürkheim bis nach Schweigen-Rech-tenbach an der Grenze zum Elsaß und betört im frühesten Frühling viele Gäste mit seinem rosaro-ten Bllütenzauber. Die Pfälzer Mandelwochen im März und April und insbe-sondere das Gimmeldinger Mandelblütenfest, das ge-stern bei Kaiserwetter b-ereits 15.000 Besucher in das Weindorf am Haardt-Rand lockte, sind ein Fixpunkt im touristischen Jahreskalender der Pfalz und stellen den fulminanten Auftakt zur Hochsaison der Feste in der "Toskana Deutschlands" dar.

Von der Michaeliskapelle zum Römischen Weingut am Weilberg

Die neue Mandel-Etappe ist eine Idee des Leiters der rührigen Dürkheimer Tourist Information, Gerrit Altes, und verlängert den Mandelpfad um gut zwei Kilometer. Sie soll von der Michaeliskapelle, die nächtens während der Mandelwochen bereits im rosaroten Scheinwerferlicht erstrahlt, östlich des Spielbergs in Richtung des Ungsteiner Römischen Weinguts am Weilberg verlaufen und bietet herrliche Aus-blicke ins Rheintal. In diesen Weinbergen, durch die auch der Rundweg bei den Dürkheimer Weinbergnächten führt, stehen bereits einige Mandelbäume, die vom Bewuchs befreit ein wenig gestutzt werden sollen, um - erst recht zur Blüte -  besser zur Geltung zu kommen.

Um einen Teil der Pflanzungskosten zu refinanzieren, möchte die Stadt Bad Dürk-heim Baumpatenschaften anbieten. 

Noch eine Idee: Mandelmuseum - lebende Anschauungsobjekte in der Natur

Außerdem gibt es Überlegungen für ein Mandelbaum-Museum am Michelsberg. Prädestiniertes Ausstellungsstück wäre etwa ein Exemplar der original Dürkhei-mer Krachmandel, einer weiß blühenden Sorte (Prunus amygdalis var. Dürkhei-mer Krachmandel) mit flacher, aber breit ausladender Krone. Die großen Früchte sind weichschalig und im September/Oktober erntereif. Die Kerne haben eine graubraune Haut und schmecken würzig-süß.

Aber auch andere Sorten könnten in dem Dürkheimer Mandelgarten - ähnlich einer von Naturschützern gepflegten Streuobstwiese - ein Plätzchen finden und von der Blütenpracht im Frühjahr bis weit in den Herbst zur Erntezeit als lebende Anschauungsobjekte ihrer Art dienen.

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