2017: Das erste Kalenderjahr Photovoltaik

Unser Strom vom Dach rechnet sich

Nachdem unsere Photovoltaik-Anlage das erste volle Kalenderjahr den Ferienhof am Rebgarten mit Strom vom Dach versorgt hat, fällt die Bilanz erfreulich aus.  Solarmodule und Speichereinheit rechnen sich, mal abgesehen vom Umwelt-nutzen: Unser Solarstrom vermeidet knapp drei Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.  

All unsere Energie kommt letztlich von der Sonne.
All unsere Energie kommt letztlich von der Sonne.

In den Mittagsstunden des Neujahrs-tages dieses Jahres versorgte sich Deutschland zu 95% aus erneuerbaren Stromquellen - ein Resultat der Energiewende. Wir hatten in der Pfalz an diesem Tag kaum Sonnenschein und konnten von unserem Dach deshalb mal grade zehn Kilowattstunden (kWh) dazu beitragen.

Indessen, in den 2.467 Sonnenstunden des Jahres 2017 - Dürkheimer Rekord der letzten zehn Jahre und stolze 13% über dem langjährigen Mittel - produzierten unsere Mitte 2016 installierten Solarmodule rund 9.000 kWh Strom. Zu gut 54 Prozent wurde die Ausbeute im Ferienhof entweder direkt oder nach Zwischenspeicherung in den Lithium-Ionen-Batterien verbraucht.

Unser Energiemix: Zwei Drittel vom Dach, ein Drittel aus dem Netz

An Sonnentagen zwischen April und Oktober reichen Sonneneinstrahlung und unsere Speicherkapazität aus, um ohne Stromzukauf auch über die Nacht zu kommen. Der Ferienhof ist dann also weitgehend autark.

In der Gesamtbilanz über's Jahr versorgte sich der Ferienhof ungefähr zu zwei Dritteln selbst aus solarem Eigenstrom. Ein Drittel des Gesamtverbrauchs kam aus dem Netz. Die Erlöse aus dem Stromverkauf wiegen die Kosten für den Stromeinkauf vom Elektrizitätswerk fast auf.

Auch unter Kostengesichtspunkten ein Gewinn

Unter Berücksichtigung aller - auch der kalkulatorischen - Kosten der Photovoltaik-Anlage sowie der durch den Stromverkauf ins Netz erzielten Einnahmen lagen unsere individuellen durchschnittlichen Verbrauchskosten pro Kilowattstunde gut 15% unter dem Strompreis des Elektrizitätswerks.

Man kann sich also mit Strom vom Dach keine goldene Nase (mehr) verdienen. Aber die Investition erweist sich als rentabel und wirft eine ordentliche Rendite von gut 6% ab.

Der Sonnenstrom nützt aber vor allem dem Klimaschutz. Verglichen mit sturer Ignoranz des US-amerikanischen Präsidenten, sind drei Tonnen Kohlendioxid-Einsparung freilich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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