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Das Hambacher "Weingut Wader" im ARD-Fernsehen

Pfälzer Winzerdrama im Wohnzimmer

Ein Pfälzer Winzerdrama kommt in deutsche Wohnzimmer. Im beliebten Sende-platz "Endlich Freitag im Ersten" startet am 02.11.18 um 20.15 Uhr der Zweiteiler "Weingut Wader", der - wenn er gut ankommen sollte - auch Stoff für eine Serie bieten könnte. Der zweite Teil wird am 09.11.18 ausgestrahlt.

Die Frauen der Winzerfamilie Wader und ihr Regisseur (v.l.n.r.): Caroline Hartig, Leslie Malton, Tomy Wigand und Henriette Richter-Röhl. Foto: ARD Degeto
Die Frauen der Winzerfamilie Wader und ihr Regisseur (v.l.n.r.): Caroline Hartig, Leslie Malton, Tomy Wigand und Henriette Richter-Röhl. Foto: ARD Degeto

Ganz Deutschland blickt an diesen Frei-tagen zur besten Sendezeit auf die Pfalz und das fiktive "Weingut Wader". Gedreht im Herbst 2017 und Sommer 2018 im idyllischen Weinort Hambach un-terhalb des gleichna-migen Schlosses, schildert der Zwei-teiler die tragische Geschichte der passionierten Biowinzerin Anne Wader (Henriette Richter-Röhl), deren Vater Albert (Hartmut Volle) einen Streit mit seinem Bruder Bruno (Jürgen Heinrich) nicht überlebt.

Es kommt noch dicker: Dem Testament des Verstorbenen fehlt die rechtsgültige Unterschrift, und so kann Anne das Erbe ihres Vaters, "der mit großer Leiden-schaft Wein gemacht hat und in der Lage war, diese Leidenschaft auch weiter zu geben", nicht alleine antreten, sondern muss es mit ihrem Bruder Matthias (Max von Pufendorf) und ihrer Mutter Käthe (Leslie Malton) teilen.

Doch Mutter und Bruder haben andere Pläne und wollen ihre Anteile am liebsten meistbietend verkaufen. Damit steht nicht nur die Zukunft des traditionsreichen Weinguts am Hambacher Schlossberg steht auf dem Spiel, sondern die tüchtige Alleinerziehende vor der Entscheidung, wie es für sie und ihre 16jährige blinde Tochter Tori (Caroline Hartig) weitergehen soll.

Nichts ist mehr, wie es wahr ... Das Schicksal nimmt seinen Lauf

Nichts ist mehr, wie es war. Das Drehbuch von Bernadette Feller und Ania Kock weitet die Tragödie zum großen erzählerischen Bogen aus. Nach dem plötzlichen Tod des Patriarchen entfremden Eifersüchteleien und Starrsinn die Familienmit-glieder immer weiter voneinander, jeder muss sich neu finden. Die Soap-Opera kann beginnen.

Und es kommt - im zweiten Teil, der etwas mehr Lokalkolorit bietet - alles anders. Jeder beugt sich dem Schicksal, und jeder geht seines Weges; Anne leitet nicht mehr das elterliche Weingut, sondern das der Roschers, und fühlt sich dort gemeinsam mit ihrer Tochter wohl, die Ihre Sehbehinderung mit einem besonderen Näschen für Wein und ihrem Stimmchen für den Gesang kompensiert. Ihr Bruder Matthias ist nach Hamburg zurückgekehrt - Drehorte allerdings sind anstelle der Hansestadt das Ludwigshafener Rheinufer und der Mannheimer Stadtteil Jungbusch. Mutter Käthe hat Rolf Scherer (Nils Brunkhorst) als Betriebsleiter eingestellt, um das Weingut der Waders weiter zu führen. Selbst Bruno Wader scheint seine spekulativen Ansprüche für einen Moment ruhen zu lassen. Doch dann bricht im Weingut ein Brand aus, der ein lange gut gehütetes Familiengeheimnis zu Tage fördert ...

Christian Habekost in einer Nebenrolle

Neben dem bereits erwähnten Grünstadter Nils Brunkhorst und der Heidelberger-in Katharina Ley als Weinkontrolleurin verleiht dem zweiten Teil der Dürkheimer Vorzeigepfälzer und MundArtler Christian Habekost als Moderator der Wahl zur Pfälzer Weinkönigin ein wenig pfälzisches Lokalkolorit. Aber keine Sorge: Die Fernsehzuschauer werden dialektisch nicht überfordert.


In der ARD-Mediathek sind die beiden Filmteile hier zu finden.

Kommentare: 3
  • #3

    Ludwig Schwehr (Freitag, 09 November 2018 22:16)

    Schade das es das es keinen 3Teil gibt ich bin dafür das Weingut wader in Serie zu bringen
    Sehr gute Note

  • #2

    karin frech (Sonntag, 04 November 2018 16:15)

    Diese Sendung hat mir sehr gut gefallen. Bin Pfälzerin und wohne in er Nähe. Freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil. Wenn es nach mir ginge, könnte daraus ruhig eine Serie werden. Würde mich freuen . Weiter so.

  • #1

    Ulrike Brand (Samstag, 03 November 2018 11:31)

    Sehr spannend gemacht